Dienstag, April 07, 2009

punto.


"Reisen ist in jedem Augenblick geboren werden und sterben."
Victor Hugo (1802 - 1885)

Der kleine Mann mit Hut zieht nach einem erfolgreichen Sieg zurück in seine Heimat - die schwarze Seite wartet und Chunfusah hat mir einen treuen Dienst geleistet und deshalb werden hiermit die Truppen abgezogen und ich, Napoléon, setzte mich mit gezogenem Hut nieder und lasse andere die Weltgeschichte weiterschreiben.
Danke euch für die wirren, spannenden, kranken und stets unterhaltsamen Kommentare, die mir immer ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern konnten :)
Awesome-o!

Sonntag, April 05, 2009

sweetness


(Eds Photo)

-- Ansonsten kann man immernoch Kaffeetrinken.

bezugnehmend

Hier sitze ich nun - 7 Monate nach dem ersten Satz und bin mittlerweile ein knusprig gebackenes Brötchen, das seinen Bäcker vor langer Zeit gefunden hat und frisch aus dem Ofen kommt..

melan(chol)ie



Es fällt mir schwer die letzten Sätze dieser Seite zu verfassen - wieviele Minuten sitze ich nun schon vor dem weißbraunen leeren Kasten, der sich nicht von Zauberhand füllen lassen will, ohne dass ich die Finger auf die Tasten lege und wünschenswerterweise sinnvolle Worte niederschreibe?

Es war einfacher in die Realität zu finden, als ich es wollte - alle Befürchtungen über Eingliederungen in diese Welt wurden mit meiner Ankunft zerschlagen und fast schon hat es geschmerzt, dass ich die 7 Monate in den ersten Tagen so wenig vermissen konnte. Vielleicht lag es daran, dass sich das Rad der Zeit in diesem Teil der Welt nicht weitergedreht hat, selbst wenn der Alltag der Menschen selbstverständlich nicht zu einem Ende kam. Durch die Abwesenheit habe ich nicht mehr als oberflächliche Geschichten gehört und in dem Augenblick in dem ich nach Hause kam, wurde mir bewusst, dass sich nichts drastisch verändert hat. Natürlich arbeiten alle noch, studieren, schlafen zu humanen Zeiten und führen ihr Leben in geregelten Bahnen fort.. - welch blinden Hoffnungen bin ich nachgelaufen, dass ich annehmen konnte, ich hätte die Chance Neues zu entdecken, wenn ich doch in die alte Welt zurückkehre?

Vieles in mir sträubt sich gegen die Vorstellung mich wieder einzufügen, die gekostete Freiheit ziehen zu lassen und morgens aufzustehen, um einer Arbeit nachzugehen, die mir nicht richtig erscheint, aber ich selbst habe den Weg gewählt jetzt schon nach Hause zu kommen und ich bereue die Entscheidung nicht. Einerseits ist es so einfach hier zu leben, dass es lächerlich ist, wenn ich sage ich war 7 Monate im Ausland, aber auf der anderen Seite ist es schwer die Zeit gehen zu lassen. Nach exakt 7 Tagen Heimat habe ich meinen Platz noch nicht gefunden. Es zieht mich in die Ferne, um Abenteuer zu erleben, Menschen kennenzulernen und andere Dinge als die Fensterscheibe in meinem Zimmer zu sehen - und dennoch sitze ich jeden Tag wie früher vor dem PC, pflege virtuelle Bekanntschaften, ordne melancholisch Bilder und falle in gewohnte Muster. Ich fühle mich wohl und es ist schön angekommen zu sein - aber was ist diese kleine Welt, wenn man einmal den Geschmack der Freiheit auf der Zunge kosten durfte?

-- Ich weiß nicht wie lange mich Australien noch beschäftigen wird, wann die Menschen aufhören werden zu fragen wo ich war und was ich erlebt habe, wann ich das letzte Mal alte Bilder durchkrame und nicht mehr schmunzelnd den Kopf auf die Tischplatte legen muss, weil ich nicht ertrage, dass ich einen Großteil der Menschen nie wieder sehen werde. Das Gefühl der Zerrissenheit wird sich legen, wie sich alle Emotionen mit der Zeit legen.

Donnerstag, März 26, 2009

was ist ein schafglas?

Ich haette gerne eine Tasse Tee und ein Kilo Ruhe zum Mitnehmen.

Und ist mir eben als ich alleine in der Strassenecke gesessen bin und geschrieben habe tatsaechlich eine Feder zwischen die Seiten geflogen? - Ich habe so viel zu erzaehlen und ich werde sie noch etwas verwahren, bis ich sie Zuhause mit dem Wind ziehen lasse - erinnernd an viel groessere Geschichten als meine eigene.

Mittwoch, März 25, 2009

heart spell death

"Anni!", hoere ich es mit stark italienischem Akzent hinter mir klingen, weite die Augen und muss mich noch nicht einmal umdrehen um zu wissen, dass ich anderen Backpackern nicht enkommen kann, weil man sich stets zu mehreren Gelegenheiten auf diesem riesen Kontinent trifft. Mit Strahlen und ausgestreckten Armen steht Alessandro vor mir, den ich das letzte Mal in Brisbane gesehen habe, weil er einer der beruehmten Pokerherren waren, die jeden Abend mit mir am Tisch gesessen sind. Wie wudnervoll es klingt, wenn er meinen Namen ausspricht und die Haende dazu fliegen laesst, wie es sich fuer wahre Italiener gehoert - die Silben so platziert, dass man der Meinung ist, der eigene Name habe eine Melodie und koenne die schwaerzeste Nacht erhellen. Vielleicht schafft man es noch sich in einem Hostel zu treffen und zu pokern - es waere mir eine Ehre, ihn abzuziehen - tehe..

Meine Zeit verbringe ich derzeit mit einer eingespielten Runde aus dem Hostel - wir sind nach ueber einer Woche zusammengewachsen und man hat stets etwas zu tun (was natuerlich die groesste Luege ueberhaupt ist, aber es klingt interessanter als "wir gammeln den ganzen Tag auf dem Sofa und wissen nicht recht was wir anstellen koennten.."). Im Grunde geht mein taeglicher Gang aus dem Hostel mit Buch und Freude ins Stammcafe, in dem man mich mittlerweile begeistert beim Namen nennt und schon nicht mehr gefragt wird, was ich bestellen will, weil es als unausgesprochenes Gesetz gilt, dass ich einen 'Regular Iced Coffee' und ein "Slice of bananabread' will. Vier Angestellte begruessen mich mit "Hey Amy" und einem Grinsen, als waeren sie Herr der Lage - wennselbst Amy nicht mein Name ist, aber sie alle fest davon ueberzeugt sind, weil ich das erste Mal als sie danach gefragt haben zu faul war ihre Namensvorschlaege zu verbessern. Anni scheint nach wie vor ein unmoeglich auszusprechender Name zu sein, aber ich freue mich ueber jedes "Order for Amy!", das mir gilt und jede Begegnung mit Harrison und John, die dort fest angestellt sind und mir froehlich nachrufen, dass sie mich am naechsten Tag wiedersehen, weil ich ja sowieso jeden Tag komme.

Gestern habe ich sie durch Zufall im Supermarkt entdeckt und sie waren verstoert, aber begeistert - "It's getting weird, Amy.." - "Yeah, i know - i just like you guys and keep following you all the time" - bis sie mich mit ihrem gewohnten "See ya tomorrow, Amy" verabschieden. Wie herrlich es ist, gekannt zu werden - nachher gehe ich sie wie gewohnt besuchen, auch wenn ich schon mit Rieke dort war um den ersten Iced Coffee zu trinken. Bis vor wenigen Tagen muessen Harrison und John gedacht haben, dass ich keine Freunde habe, weil mein Tageablauf nur aufstehen, ins Cafe schlurfen und dort 5 Stunden sitzen, lesen und schreiben - und letztendlich ins Hostel zuruecklaufen und mit den ganzen Menschen Biertrinken beinhaltet hat. Aber letztens habe ich tatsaechlich Martina und Jason mit ins Cafe geschleift, so dass die Herren lernen durften, dass ich nicht ein armer Tropf bin, der einsam vor sich hinduempelt. Hach - a propos Martina.. Martina ist direkt nach ihrem Neuseelandurlaub nach Perth geflogen und ich habe sie in mein Hostel in Fremantle gebucht, damit sie hier zwei Naechte bleibt. Und es hat wundervoll geklappt, es waren naemlich im Endeffekt vier Naechte, weil es so klasse war und ich hatte die beste Unterhaltung, die man sich fuer den letzten Rest Fremantle vorstellen kann. Die Chance alte Geschichten ueber Ollie und alle Gestalten aus Brisbane auszutauschen wurde natuerlich genutzt und selbst wenn sie jetzt auf einer sehr sonderbaren Kraeuterfarm ist, hat es mich enorm gefreut, dass sie den Abstecher zu mir gemacht hat. -- Uah, zudem habe ich das goettlichste Bilderbuch dieser Welt geschenkt bekommen. Mo Willems - The Pigeon finds a Hotdog. Graah - danke :D

Ansonsten habe ich mich einen Tag bevor Martina gekommen ist mit einer Runde Surferkerlchen unterhalten und habe mich von ihrem Trainer (Jason) mit zum Strand schleifen lassen, um die Rudermeisterschaften Australiens zu betrachten. Ebenso am naechsten Tag, als Martina dann mitgekommen ist und wir jeeede Menge Maennchen in Speedos gesehen haben - urks. (Das waere was fuer dich gewesen, mein Flamingo :P dagegen waren die Herren in Melbourne am Strand noch harmlos. Ich hatte das Beduerfnis mich alle zwei Minuten zu blenden..)
Nachdem wir den Wettkampf um den Titel des australischen Iron Man 2009 gesehen haben und alle anderen Meisterschaften auch vorbei waren, wurde ordentlich mit Bier am Strand gefeiert - bis die Surfer und Ruderer dann beschlossen haben, dass es Zeit fuer toedliches Rugby ist. Die Regeln beinhalten alles - mit toten Hasen werfen, auf Schlangen im Gebuesch treten, kratzen, beissen, sich den Fuss aufreissen und ins Krankenhaus muessen um genaeht zu werden und generell lebensmuedem Verhalten in einem kleinen Tal zwischen zwei Sandduenen, in dem auch gerne mal ein Stueck Draht liegt. Blutfanatiker..
Die "Surfer Dudes" waren zwar alle erst 15, aber die wohl schnuffigsten Kerlchen ueberhaupt - nicht nur, dass sie perfekt dressiert waren und mir augenblicklich Loeffel und Stuehle geholt haben, ohne dass ich auch nur starren konnte, sie waren auch enorm lustig und frei. Jeder hatte seine suessen Eigenarten, wie James
der stets mit seiner Freundin telefoniert hat und ihr beteuert hat, wie sehr er sie liebt (und sie klingt am Telefon durchaus nett, ich habe das dezent nachgeprueft) oder Chris, der mit seinen zarten 15 Jahren gerne Frauen nachfilmt. Cam, der deprimiert ist, weil er noch keine Freundin hat oder Coxy, der die Silbermedaille der unter 17jaehrigen gewonnen hat und somit Australiens zweitbester Jugendsurfer ist. Aber Kinder sind sie dennoch.. *schmunzel-


(von unten nach oben) - James, Jason, Cam, Chris, Coxy

Wir hatten die Tage ueber eine klasse Zeit an/neben der Tischtennisplatte, mit den naechtlichen Gaengen zum Bottleshop und dem jugendlichen Elan, den die Surfer Dudes an den Tag gelegt haben.

Im Endeffekt habe ich nachts um 23.11 eine SMS mit dem diesem Bild von Jason bekommen:

"Boys want to send you this pic.. so you remember them. -

Chris, Coxy, James, Jason."


Sollte das mein Ego heben, wenn 15jaehrige Surfer mich toll finden? - aaawesome.. what a pity they're 15..

Dienstag, März 24, 2009

freo

Ich fuehle mich nicht, als koennte ich derzeit schreiben - es ist so gut, so pur und so voll.

Mein Leben ist ein Glas Milch und ich der Strohhalm, der es langsam aussaugt und ueber den Tisch der Welt sabbert.


Wer braucht schon einen Latz.

Donnerstag, März 19, 2009

"ja ist gut dass du wieder kommst" (alendil, tiihiii)

Ich kann derzeit keine Bilder hochladen, was sehr schade ist, weil ich wirklich schoene Bilder habe.. - aber sie kommen nachtraeglich, wenn ich Anfang April daheim bin.

Ansonsten fahre ich Morgen endlich nach Perth, um mich mit dem Weibchen zu treffen, das ich in der Wueste kennengelernt habe - und am Samstag kommt Madda aus Neuseeland mich fuer zwei Tage in Fremantle besuchen, einfach weil sie mich nochmals sehen will bevor ich fliege.

Fein, nicht?

Montag, März 16, 2009

porco dio

Die Welt ist groesser als meine Denkfaehigkeit - und die Reduzierung der Gedanken auf Vergangenheit und bevorstehende Zukunft ist nicht das ganze Leben.

"Und.. wie war Australien?" - ich werde die Frage nicht beantworten, wenn ich nach Hause komme. Wie soll ich in wenigen Saetzen erklaeren, was ich in 7 Monaten mitgenommen habe? Was mich bewegt hat, wer ueber meinen Weg stolziert oder gar gekrochen ist, weshalb ich mich entschlossen habe Situationen auf bestimmte Arten zu loesen oder zu umgehen? Wie kann ich jemals in Worte kleiden, was ich erlebt habe - wo doch im Grunde nur jene verstehen, die mit mir hier waren - ich kann nicht teilen, was ein Backpackerleben bereithaelt. Hm. Ich habe nicht mehr lange in dieser Welt - und ich sage bewusst Welt, weil es ein vollkommen anderes Leben ist, das ich hier fuehre. Es erscheint mir wie ein Traum, dass ich einst in Deutschland gewohnt habe und zur Schule gegangen bin, wie sich das gehoert - dass ich an den Wochenenden hin und wieder mein Nest verlassen habe, um die Abende mit Freunden zu verbringen. Vielleicht mag es ungerecht klingen, wenn ich sage, ich hatte die bisher beste Zeit meines jungen Lebens hier - und ich bin mir sicher ich werde eines Tages dasselbe von einem anderen Abschnitt behaupten, aber bisher hat mich dieser Schritt weitergebracht, als es die letzten Jahre getan haben. Ich durfte so viele Menschen kennenlernen, durfte Eindruecke und Emotionen sammeln, konnte vogelfrei wie ein Kind auf der Lebenswiese tollen und tiefe Gespraeche mitten in der Nacht fuehren.
Ich weiss, dass mich so vieles veraendert hat und ich nicht mehr das gleiche Wesen bin, das vor so vielen Monaten losgezogen ist, um mit eingeschraenkter Sicht die Welt zu entdecken - und nun kommt es mir so vor, als waere mein altes Leben ein Paar ausgelatschter Schuhe, in die ich nicht mehr recht passen kann. Und in die ich vielleicht auch nicht mehr ganz passen will.
Noch bin ich mir nicht sicher, wie ich mich in den Kreis einfuegen soll, der dort auf mich wartet - die Erwartungen und Hoffnungen, die Freude die mir entgegenkommt und die ich nur partiell teilen kann. Versteht man, dass ich meine neue Welt zuruecklassen muss und es mir nicht so einfach faellt, wie ich es niederschreiben koennte?
Selbstverstaendlich ist es schoen nach einer langen Reise wieder Zuhause zu sein und anzukommen, sich auf das eigene Bett zu legen und die Wand anzustarren, wie man es immer getan hat, bevor man eingeschlafen ist. Sich wieder in die Kuechenecke zu druecken und auf seinem Stuhl zu wackeln, waehrend Schmuh am Radio fingert und mit einem Blick aussagt, dass ihr sehr wohl bewusst ist, dass die Tochter schon wieder die Flossen daran hatte und den heiligen Radiosender verstellt hat. Und das Examinieren des Kuehlschranks, der leer sein wird, weil ich mich weigere eine Bestellung aufzugeben - ich wuerde gerne selbst einkaufen gehen und alles in den Wagen werfen, das ich so lange vermisst habe. Ich freue mich sogar meine Vermieterin wiederzusehen und ihr mit einem Strahlen ins Gesicht zu sagen, dass ich doch in Australien war und nicht auf ihren Rat gehoert habe - weil Australien ja das Teufelsland ist. Ich sehne mich nach dem verdammten Rollladen, den Urmel kaputt gemacht hat und den ich mit zwei Waescheklammern provisorisch reparieren konnte..



Ich liebe den Gedanken einfach aufzutauchen und da zu sein, ohne dass jemand wirklich weiss wann es ist und wie ich mir den Weg nach Hause gebahnt habe - doch.. ich denke ich freue mich wirklich auf meinen Ort, auf die Menschen und den Geruch nach frischen Brezeln im huebschen Schwabenland. Aber es ist so vieles, das ich hier zuruecklassen muss und das mir so lange Zeit ein Ersatz fuer all das geworden ist, bis es schon kein Ersatz, sondern Bestandteil war. "Was hast du gelernt? Was nimmst du an Erfahrung mit?" So viel.. so wenig..

  • Bananenbrot ist die begehrenswerteste Nahrung, die ich in den 7 Monaten gefunden habe. Zaehlt das als Erfahrung?
  • Ich kann die Wahrheit des Spruches, man merke erst was man Zuhause hat, wenn man lange genug weg waere vollkommen bestaetigen. Wie wundervoll der Gedanke ist meine Tasche einfach auf den Boden zu stellen, meine Schuhe unter den Tisch zu treten (und Schmuh dabei unschuldig anzustrahlen), deutsches Bier auf der Zunge zu schmecken, .. Manchmal braucht es eine neue Welt um zu erkennen, was man in der alten zuruecklies.
  • Zaerra (Sarah) drueckt in ihren eigenen Worten aus, dass wenn man jetzt schon so viele interessanten und faszinierenden Menschen trifft - was die Welt dann alles noch fuer unsere jungen, jungen Leben an unterschiedlichen Gestalten zu bieten hat..
  • 5 Jugs sind jeeede Menge Bier (thanks heaps, Phil).
  • Nichts geht ueber deutsches (und im speziellen schwaebisches) Essen *starrt- Maultaschen, Kaeseschbaetzle, Brezeln, Kartoffeln.
  • Urlaub ist nicht immer so einfach, wie man das gerne haette.
  • Kamele sind verflucht grosse Tiere.
  • Ich kann mich stundenlang mit mir selbst und einem Haufen Iced Coffee beschaeftigen - einsam ist man nur, wenn man nicht gut alleine sein kann. (Das wird hier zunehmend eine Sammlung an mehr oder minder weisen Spruechen, eh?)
  • Uebermaessiger Konsum von (il)legalen Genussguetern fuehrt zu Realitaetsverlust und einer unvergesslichen Kamelflamingostramplereit :D
  • Wenn man Litsch, Tonks und Ollie kreuzen wuerde, haette man ernsthafte Atemnot*schmunzel-
  • Nur weil Eingeborene stets barfuss laufen heisst das nicht, dass ich sie herausfordern muss und mir deshalb die kompletten Fusssohlen verbrenne und tagelang ausser Gefecht gesetzt bin.
  • Man kann durchaus 7 Monate ohne Regenjacke, anstaendige Schuhe und Pullover ueberleben - ebenso wie ohne kurze Hose, Bikini und Flipflops.
  • Keine australische Stadt die ich gesehen habe, ist nachts so schoen wie Brisbane :)
  • Toilettenmusik ist eine Marktluecke in Deutschland!
  • Sexual fortitude is the key to wisdom. (Ollie)

..ein zerknittertes Stueck Papier liegt vor mir, das sicherlich noch 23 andere Erfahrungen preisgibt, aber manches muss man auch fuer sich behalten und es verinnerlichen. Oder es ins Abelbuch schreiben *drueckt die Schaufel sachte auf den Bruder-


Vielleicht werde ich mich so schnell daheim einleben, dass alle meine Bedenken sich aufloesen und ich so fest integriert werde, dass es ist, als waere ich niemals gegangen.
Ich bin jetzt schon so eingeplant, dass ich kaum Zeit fuer mich haben werde - was ich momentan noch nicht als Zwang, sondern teilweise auch als sanften Uebergang empfinde. Vielleicht falle ich nicht in das Loch, das ich mir grabe, wenn ich so viel auf Achse bin.


Sehnsucht nach der Fremde darf auch sein, wie man mir vor langer Zeit in der Schule beigebracht hat. Exillyrik wird mich begleiten.. Der Schatten der momentan in meinem Hinterkopf haengt wird sicherlich seine Zeit haben sich entfalten zu koennen, aber bis ich Zuhause bin wird er noch in seiner zugeteilten Ecke wabern, bis ich ihm erlaube mich eine Weile einzuhuellen.

Doch. Es mag hier nicht immer so klingen, aber ich freue mich.

:)


Samstag, März 14, 2009

basta's knife

Die Art immer exakt das Hostel zu finden, das perfekt fuer mich ist, verdanke ich meiner unglaublich kreativen Zufallsader - wenn auch eine YHA, ist sie dennoch diesesmal nicht steril, sondern mit Menschen gefuellt, die ungerne aufraeumen, abspuelen und somit leichte Beute darstellen. Es ist nicht aus der Luft gegriffen, dass die Hostels in denen nicht alles perfekt ist die besten Menschen beherbergt - wer wuerde sich in einem klinisch gepuzten Raum wohlfuehlen, in dem man die Kueche nach 10 Uhr nicht mehr betreten darf, weil die Nachtwache nicht noch einmal den Boden wischen will?

Somit wohne ich in einem kleinen Hostel, das jede Nacht um 8 einen mehr oder weniger guten Film auf einer Leinwand zeigt, mit einem Paar das ich in Nimbin kennengelernt habe bestueckt ist und auf alte, ausgelegene Sofas besteht - Wohnzimmeratmosphaere. Und es gibt in Hostels nichts wichtigeres als Atmosphaere, sonst setzt man sich nicht nieder und schliesst Bekanntschaften.


Fremantle selbst ist eines der schoensten kleinen Staedtchen, die ich bisher in Australien gesehen habe - vielleicht, weil staendig etwas los ist, Strassenmusikanten in jeder Ecke stehen und der beruehmte Cappuccino-Strip keine zweihundert Meter von meinem Hostel entfernt ist. Immer wieder tauchen zwischen den Haeusern alte Gebaeude auf - Steingemaeuer, die das junge Australien darstellen, als koennte es mit Europa mithalten. Ein altes Gefaengnis ist der ganze Stolz der Stadt - und die naechtlichen Touren durch selbiges durchaus lohnenswert, wenn man gerne in Todeszellen sitzt und die Fingerspitzen ueber nackte Waende, Stacheldrahtzaun und Scherben gleiten laesst, waehrend man dem Tourguide lauscht, welche Suizide innerhalb der Mauern begangen wurden. (Wahrlich eine wundervolle Nacht.. - Freitag der 13. im Gefaengnis - fein..).

Selbst wenn ich nur am Strassenrand sitze und Kaffee trinke, Gestalten vorueberziehen lasse und mich an den Eindruecken labe, sind meine Tage erfuellt von einer inneren Ruhe und dem Wissen, dass es der richtige Ort war die letzten Wochen zu verbringen. Wie koennte es anders sein, als dass ich mir schon einen Gitarristen und einen Obdachlosen angelacht habe, die stets im gleichen Cafe sitzen und mir die Stunden vertreiben, wenn mir nach Gesellschaft ist. Sehen wir von der Tatsache ab, dass der Hund des Obdachlosen meine Schuhe komplett zerfetzt hat, ist alles im gruenen Bereich.. - und die Schuhe konnten kaum schlimmer aussehen, ergo stellt das auch kein Problem dar.




Ich geniesse die freie Zeit, die ich hier verbringen kann - die Augenblicke, in denen ich mich in der Sonne mit einem Buch auf die Stufen sinken lassen kann, um vertraeumt in fremde Welten zu wandern, ohne dass Scharen von Backpackern mich niederrennen. Der Schwarm scheint in Perth abgestiegen zu sein und laesst mich in diesem nahezu italienisch angehauchten Fischerstaedtchen mit den lokalen Einwohnern verschmelzen, so dass ich nicht als Tourist identifiziert werden kann. Zumindest wuerde der Plan aufgehen, wenn ich mich nicht alle zwei Minuten gnadenlos verlaufen wuerde - aber das bin ich ja mittlerweile aus Melbourne gewohnt und Fremantle ist gottlob nicht gross. In einer halben Stunde kann ich vom Meer ueber den Stadtkern bis zum Gefaengnis am Ende der Stadt laufen - Millionenstaedte sind schlicht nicht fuer mich geschaffen.


Jedes Wochenende kann ich mich an Maerkten erfreuen (Brezeln kaufen!) und die Mentalitaet spueren, mit der die Menschen hier einkaufen gehen und um billige Fruechte werben. Es scheint nichts im Vergleich zu den Victoria Markets in Melbourne zu sein - oder liegt es daran, dass ich heute keinen Kater habe und denke meine Hirnmasse dringt durch Ohren und Nase, wenn die Martkschreier weiter bruellen? (Immer diese Brutalitaeten, nachdem ich so romantisch ueber Fremantle geschrieben habe..)


Morgen kommt ein Weibchen vorbei, das ich in der Wueste kennengelernt habe - zudem habe ich zwei Schwedinnen in meinem Hostel, die ich ebenfalls in der Wueste getroffen habe. Die Welt ist klein, nicht? Natuerlich trifft man sich und verbringt den Tag zusammen - ich mag dieses Leben hier. Will ich tatsächlich nach Hause?



Ich habe meinen Aufenthalt hier um zwei einhalb Wochen verlaengert und somit wird Fremantle die letzte Station meiner Reise sein - auch wenn ich natuerlich noch ein paar Tage in Perth verbringen werde, weil ich nur 20 Minuten mit dem Zug brauche um das Zentrum zu erreichen.


Vielleicht noch ein Tag auf Rottnest Island.. - ich weiss es noch nicht. Ich bin so in meiner Zufriedenheit gefangen, dass ich den ganzen Tag nur Kaffee schluerfen koennte und mir die europaeische Sonne auf den Pelz scheinen lassen - die letzte Miete ist bezahlt, das heisst ab jetzt brauche ich nur noch Geld fuer kleine Ausfluege, Touren, Bier und Essen. Und Kaffee. Und Buecher.. verdammt -ich muss so viele Dinge aus meinem Rucksack werfen bevor ich nach Hause fliege, weil ich so endlos viele Buecher gekauft habe und ich das Maximalgewicht locker ueberschreite, weil ich alleine 5 Kilo Buecher habe.. - und alles nur wegen diesem Streichholzkerl.






Mega Sushi für alle ♥

Mittwoch, März 11, 2009

miezmiez

"Wooou Anni.. ich dachte grade ich bin blass - und dann kamst du rein."

:D wie gut, dass ich Lynne beruhigen kann.

Montag, März 09, 2009

karl

"A snail can sleep for three years.."

Manchmal waere es schon interessant - eine Wiedergeburt als Schnecke, meine ich..

Freitag, März 06, 2009

abby

Oliver?

Ich dachte wir haetten das mit Ollies geklaert, Bruderherz.. *schmunzel- ich bin Freitagnacht da, Kerl.

*laed den Account auf damit genug Zeit und Geld hat- zieh dich waarm an, Teufelchen - ich entfuehre dich in den Himmel..

Donnerstag, März 05, 2009

der teufel mag erdbeeren

Ich dachte nicht, dass ich nochmals auf eine Tour gehe - das strikte Abspulen der Ereignisse hat mich bisher abgeschreckt, doch wie haette ich sonst Zentralaustralien entdecken koennen, wenn ich schon kein eigenes Auto besitze und meine Schwingen nicht aus meinem mentalen Bereich wachsen, um mich in die Luefte zu heben?

Und jeder Atemzug war der richtige Entschluss, jeder Dollar gut investiert, jedes Laecheln tatsaechliche Freude - wie ich diese Menschen genossen habe..
3 Tage und 2 Naechte in der Wueste, weitab der Zivilisation und stets an den Orten, an denen die Touristen sich nicht wie Herden versammeln um die Magie zu zerstoeren, die sich nur schwer aufbauen laesst, wenn mehr als eine Seele wirkt..




Sonnenaufgang nach der ersten Nacht, in der wir uns um das Lagerfeuer gerollt haben, um mit Insekten und Schlangen unseren Schlaf zu segnen - wie endlos der Sternenhimmel war, wie unfassbar nahe. Wie wichtig und nichtig wir zugleich im Angesicht dieses Himmels wirken. Schlaflos aus Dankbarkeit.




Und wie selbstverstaendlich es sein muss, dass bei 35 Grad in der Nacht ein kuehles Bier die Loesung aller Anstrengungen nach einem langen Tag sind - Hopfen half dann auch beim Schlaf.. ;)




Kings Canyon - wer wuerde denn nahezu sterben, nur weil man ein kleines Bergchen nach oben laufen muss? Die wenigen drei Stunden bei 41 Grad sind doch eine Kleinigkeit. Aye? Dennoch eine faszinierende Aussicht..

(mein Gott und jetzt kann ich grade nicht weiterschreiben, weil ich parallel eine Mail vom Bruderherz lese und ploetzlich derart mit Liebe angefuellt bin - du bist so krank und so genial und so goettlich, dass ich zerfliessen will. Ich liebe dich Kerl - so abartig, dass ich dir ein Ohr abschneide, wenn ich zurueck bin. Du bist mein Magenlieferant und mein Herz - lass mich dein Wurm sein.*grinst sinnfrei, weil niemand ausser Abelchen den Satz verstehen wird).


..magical moment & pure awareness..



..und um die Harmonie der Wueste etwas zu stoeren - lecker, lecker Abendessen.. - wir waren interessante Koeche.





Richtig.. da war ja noch Terry :)


Mein guter US-Amerikaner, der mal eben seine Farm und sein Haus verkauft hat, um eine Reise durch die Welt zu starten, bevor er dann im Juni seine Verlobte heiratet. Wie gerne haette ich ihm die Hand auf die Brust gelegt um zu hoeren ob sein Herz schlaegt, oder er sich nur einredet gluecklich zu werden, wenn er eine Familie gruendet.
Er sollte bis an sein Lebensende reisen..
Terry ist einer der unkompliziertesten, lustigsten und tiefsten Menschen in einem, die ich hier kennenlernen durfte - er ist dank seiner Reise so vollkommen ausgeglichen und im Reinen mit sich selbst, dass ich noch nicht sehe wie er ohne das Reisen jemals existieren kann. Ich wuensche mir von Herzen, dass er diesen Lebenswillen, diese Abenteuerlust und diese Freiheit in sich niemals verliert.


Eine wahrhaft wundervolle Begegnung.

- Gefuehlt haben wir endlose Zeit miteinander verbracht, biertrinkend in der Wueste, ueber den Uluru springend, zeichnend, Duke reitend, trockenes Weet-Bix unter einer Minute essend, Kamelsteak teilend, in der Bar zur Musik ruckelnd, Tarotkarten legend, auf dem Teddybaer einschlafend, am Tag nach der Tour zusammen Eiskaffee trinkend und ueber die Welt sinnierend.



..und Colin erst, Superheld und Taschenlampenherr des Outback - wenn dieses Bild nicht goldwert ist.




Und fuer all jene, die ich in Melbourne zuruecklassen musste - ich habe noch mehr Kamel gegessen :D diesesmal nicht im Park und getrocknet, sondern halbdurch und als nettes Steak serviert (gibt das Punkte, Drache? jaah, jaah?).



Selbst wenn das Kamel nur einen Hoecker hat - Micah, mein Tourguide hat mir ausfuehrlichst erklaert, dass es im Outback nur eben jene Kamele gibt- selbst wenn es dann Dromedare waeren. Aber er hat keinen Widerspruch bei meiner Zeichnung an der Busscheibe gelassen - immerhin ist sein Vater Aborigine und er selbst hat 4 Kamele in seinem 'Garten'.



..und dank Terry bin ich auch auf unserem heiligen Kamel Duke geritten, selbst wenn ich ihn Dude genannt habe - es lebe die Melbournezeit.




Ein weiterer Sonnenaufgang um halb sechs am Fusse des Ayers Rock, um den ich an dem Morgen gelaufen bin - keine Menschenseele war auf meinem Weg zwischen 4.30 und 9 zu finden..


Und so bin ich dort gelaufen - bei kuehlen 35 Grad und Impressionen, die sich nicht durch eine Kamera einfangen lassen. Ich mag noch so oft gesagt haben, dass der Uluru ein zufaellig dort stehender Stein ist, der ganz huebsch aussieht - aber in den fruehen Morgenstunden, weit ab der Tourgruppe und nur vom Sirren der Luft begleitet, versteht man, weshalb dieser Ort fuer die Eingeborenen heilig ist.
"Mythen entstehen nicht ohne Grund.." - sagt Schmuh, als ich in Darwin am Strassenrand sitze und ihr von dem Erlebnis in der Wueste erzaehle -
wie wahr.

Life's easy..


..simply go for it.

Mittwoch, März 04, 2009

chieljan van der hoek

Ich bin im letzten Monat so viel gereist wie in den letzten 5 Monaten nicht.. - und dabei realisiere ich gerade, ich habe vor vier Tagen das halbjaehrige Dasein geknackt. Fein.

Kaum habe ich mich von Brisbane losgeloest, bin ich weiter nach Melbourne fuer rund 12 Tage, dann nach Alice Springs fuer eine Woche und heute bin ich viel zu schnell in Darwin angekommen - von der Buschfeuerstadt in die Wueste und weiter in den tropischen Regenwald. Heureka..



Darwin scheint nach einer Stunde umherirren ein recht angenehmes kleines Staedtchen zu sein, das sich augenblicklich durch ein Cafe eine halbe Minute von meinem Hostel entfernt ausgezeichnet hat - wenn das auch heisst, dass ich die naechste Woche von Eiskaffee leben werde, aber es ist eine Zumutung das Gebaeude bei dieser Luftfeuchtigkeit zu verlassen. In der Wueste ist es zwar heiss, aber es ist herrlich trocken, waehrend man in Darwin komplett nass ist, wenn man auch nur am Strassenrand sitzt und das Bruderbuch vollschreibt. Unfassbar..



-- Mir ist noch nicht klar was genau ich in der einen Woche anstellen werde - oder ob ich laenger bleibe. Zumindest 7 Naechte bleibe ich in Darwin und noch ist mir kein potentielles Opfer ueber den Weg gelaufen, dessen Gesellschaft ich eine Weile suchen koennte. Nicht dass ich derzeit in der Lage waere zu sprechen - ich habe dermassen Halsweh, dass ich nicht einmal meinen Kaffee bestellen konnte..
Sie schreiben ja generell den Vornamen auf die Bestellung, damit sie ihn wenn das Objekt der Begierde fertig ist dem Besitzer zuordnen koennen, aber die Herausforderung meinen Namen zu sagen war sehr.. komplex.


So what's your name?


Anni..


Sorry? Ally?


Anni.. Anni..


Eh.. Erry? Amy?


......Lisa.


So that's a GJ Iced Coffee for you, Lisa. Two minutes.


Conny wuerde es lieben *grins- wir haben uns immer Lisa genannt, weil unsere Namen offenbar auch in Brisbane damals nicht verstanden wurden - ich kann nicht nachvollziehen was an ihnen so kompliziert ist, aber Lisa scheinen sie zu verstehen.

Cool bananas!

Dienstag, März 03, 2009

adamsapfel

Wenn man nachdem man zwei Naechte unter dem Sternenhimmel auf rotem Sand geschlafen hat zurueck in die Zivilisation kehrt und gesagt bekommt, dass man sein eigentlich reserviertes Bett nicht in Anspruch nehmen darf, kann es sich nur um mich handeln.

Und ich will im Grunde noch nicht schreiben, weil ich gerne die Bilder dazu hochladen wuerde.
Ich bin ein Gaensebluemchen im Sonnenschein
und durch meine Blueten fliesst die Sonne in mich reeein..

- Geduld ist eine Tugend.

Freitag, Februar 27, 2009

tiger

Ich muss tatsaechlich in der Wueste sein.. man hat mir mein komplettes Essen und Trinken geklaut - das ist schon ein verzweifelter Akt im staubigen Alice Springs..


"Off to do bush stuff - speak to you soon" - das heisst quasi, man erreicht mich erst ab Montag wieder, weil ich tatsaechlich Morgen in die sandigen Lande ziehe um am Fusse des Uluru das Huegelchen nach oben zu starren.

Donnerstag, Februar 26, 2009

sweet dude

Nur weil man dank 41 Grad mitten im Kameraladen in eine schwarze Traumwelt sinkt und in der Ohnmaechtigkeit duempelt, bekommt man die Kamera nicht billiger - aber zwingend konnte ich auch keinen schwaebischen Preisvergleich machen, weil es der einzige Laden in Alice Springs ist.. wer ausser mir verliert schon seine heilige Kamera, bevor er in die Wueste faehrt?

- Und verliert somit auch noch alle Bilder, die man in den letzten 5 1/2 Monaten eingefangen hat.. wuhu - noch eine Runde im Selbstmitleid suhlen (aber tatsaechlich auch enorm angefressen sein, weil ein halbes Jahr Bilder zu verlieren schon ziemlich tragisch ist) und dann kann man frohen (?) Mutes berichten, dass es am Samstag zum Ayers Rock geht.

Noch will mich die Euphorie nicht packen, weil ich mir die Tour wie Fraser Island vorstelle, aber ich bemuehe mich, mich etwas am Riemen zu reissen und mich nicht in meinem Verlust zu weiden. Auch wenn das sehr einfach ist, wenn man sowieso im Delirium verbringt, weil jeder Schritt zur Folter wird.

Ich warte geduldig auf Schulzis Rat und erfreue mich solange an der Aussicht, dass ich Trauben habe - mein Koerper will aufgrund der Hitze nicht zum Essen gezwungen werden und ich schaffe es nicht einmal einen Apfel zum Fruehstueck in mich zu pressen. Geschweige denn habe ich es hinbekommen ein normales Broetchen zu essen - Menschen in der Hoelle muessen dank der gnadenlosen Hitze duerr sein, waehrend alle Engel an Adipositas sterben werden. (Wuerdest du einen runden Gabriel lieben, mein Teufelsbruder? *schmunzel-)

Irgendwie fange ich mich dann auch in ein paar Tagen wieder. Die erste schoene Begegnung hatte ich heute schon nach dem Kollaps im Laden - Lynnes 'Hermann Hesse - Siddhartha' in der Oeffentlichkeit zu lesen bewegt Menschen offenbar dazu mir Internetlinks zu geben, mit den Worten "falls du mal wissen willst, was der Bruder uns wirklich mitgeben wollte".

Dienstag, Februar 24, 2009

free

lülülü..

Lynne ist eben nach Hause geflogen.. - maah?

Dienstag, Februar 17, 2009

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Awesome..-o!
(Tad)
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Montag, Februar 16, 2009

surfaris

Jetzt da du es erwaehnst faellt mir erst auf, welch enorme Zerstoerungskraft ich in fremden Teilen der Welt ausueben kann- hmm.. ist das ein Segen oder ein Fluch? Wenn ich den Norden ueber den Sueden kippen koennte, waere ich dann australischer Nationalheld? - Und ich fliege in drei Wochen etwa nach Darwin, mitten in die Fluten - vielleicht loese ich danach in Perth um den 20.03. rum auch noch die Pest aus? ..ich fuehle mich befluegelt.

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Manchmal denke ich, dass es doch jemanden gibt, der hin und wieder eine Hand ueber die Wesen dieser Erde haelt - schuetzend, sie vor mehr Leid bewahrend. Sie werden ein Stueck fallen gelassen und dann reicht man ihnen einen Finger, um ihnen zu zeigen, dass nicht alles vergeblich ist. Vielleicht ist es ein grausames Spiel, Menschen zunaechst in die Verzweiflung zu treiben und zu warten, bis sie sich selbst zerstoeren - nur um sie danach aufzufangen und zu sagen "..ist doch gar nicht so schlimm, ich bin ja jetzt da". Und wie schnell Menschen daraufhin vergessen, dass ihr Leid trotz den troestenden Worten ihr Leben bestimmt hat und sie sich kaum regen konnten, vor seelischem Schmerz. Es ist eine Kleinigkeit die Vergangenheit zu ueberwinden, wenn man neue Perspektiven in die Augen der Menschen legt - wenn man ihnen einen Hoffnungssamen ins Herz pflanzt und ihn sachte giesst und pflegt.


Ich sehe mich noch in Brisbane am Flughafen sitzen, mitten auf einem schaebigen Stuhl in der Wartehalle, den Mp3 Player in den Ohren und die Augen geschlossen. Schmerzender Nacken, weil er auf kaltes Plastik gedrueckt ist. Aufgewirbelte Luft der vorbeirennenden Menschen auf den Wangen. Und dann laeuft Coldplay - Fix You. Die Erinnerung, wie Ollie zuvor neben mir im Bus gesessen ist und dank zwei Eltern als Opernsaenger, Talent und somit jahrelanger Gesangsausbildung dieses Lied perfekt mitsingt.

Dann setzt in der kalten Flughalle der erste Verlustschmerz ein. Traenen.

Mechanische Stimmen rufen zum Erheben auf, zum Einreihen und Fuegen - Flughafenabfertigung. Kaum erhebe ich meinen traegen Koerper, oeffne die salzigen Augen und will nach meiner Tasche greifen, als ich Valentino entdecke. Weshalb trifft man im letzten Augenblick in dem man bekannte Menschen sehen will eben jene? Ich habe mit Valentino vor Monaten gemeinsam unter dem FruitPicking in Stanthorpe gelitten und wir haben uns sofort erkannt und in die Arme geschlossen - Franzose. Unwichtig, ob ich zerstoert aussehe oder nicht - Freude und Verwirrung waren zu gross, um weiter in der Vergangenheit zu haengen. Handynummern austauschen, zusammen nach Melbourne fliegen und dort in die Innenstadt fahren, Plaene schmiedend wann man sich wiedertreffen kann, um mit einem Bier die alten Zeiten zu besprechen.

Alltaeglichkeiten wie Hostel suchen, einchecken, ausraeumen, zaehlen, essen - und endlich (endlich, endlich) Lynne wiedersehen, nachdem wir uns beide zwei einhalb Stunden verlaufen haben, weil wir in verschiedenen Teilen Melbournes wohnen und uns in der Mitte treffen wollten. Wie ich sie liebe - in ihrer Lederjacke und diesem "Na, du alter Druffi"-Blick. Wie lange haben wir damit verbracht nachts von halb elf bis in die fruehen Morgenstunden Kaffee zu trinken und uns zu erzaehlen, was alles geschehen ist? - Alle Geschichten ueber unsere Bekanntschaften- alles, was uns in den Sinn gekommen ist und was schon immer gesagt werden musste oder niemand hoeren wollte. Und wir waren uns einig, dass Brisbane die beste Zeit Australiens war - wenngleich es gut war, zu gehen und wir den Schritt nicht bereuen.

Es faellt mir so einfach ueber Ollie und die anderen zu reden, weil alles sich weitergedreht hat, weil die Welt in Brisbane so weit entfernt scheint und ich hier jeden Tag beschaeftigt bin.

Am naechsten Morgen noch in den Federn erreicht mich eine vergewaltigte SMS von Valentino, die in schlechtem Englisch darauf hinweist, dass er abends mit Ed ein Bier trinken geht. Unglaublich, diese Situation - Ed mit dem ich auch schon FruitPicking gemacht habe und von dem ich damals schon geschrieben und Bilder hochgeladen habe. Wundervoller Mensch.

Man hat mir gesagt, dass Ed in Melbourne haengt, weil sein Vater hier derzeit filmt (weil er Schauspieler ist und sogar mit Hugh Jackman zusammen in der Schauspielklasse war - nett '-'), aber als ich noch in Brisbane war, dachte ich nicht, dass ich mich mit Ed treffen wuerde. Selbstverstaendlich hat man nach der SMS zugesagt, Lynne mitgeschleift und sich am Bahnhof getroffen-- und dann schlaegt ein, was ich niemals vermutet haette. Ablenkung von Brisbane. Wie wir dort am Fluss sitzen, Bier trinken und in Gespraeche verwickelt sind und es so leicht ist, mit allen zu reden, als wuerden die Worte aus uns fliessen und wir waeren vertrauteste Freunde. Ich habe Ed und Valentino Monate lang nicht gesehen und es tut so gut, diese Gestalten hier wieder gefunden zu haben - die letzten drei Naechte habe ich jede einzelne Sekunde mit ihnen verbracht und ihre Gesellschaft genossen. Wir waren zusammen in Paerken (tehe..), am Strand, sind bei Ed Zuhause eingeladen, weil sein Vater unbedingt fuer uns kochen will, sitzen zusammen am Fluss, .. - man versteht?





Anni, Lynne, Ed, Valentino.

Ich dachte ich sinke in einen selbstangelegten Tuempel mit zaeher Fluessigkeit und toten Goldfischen, wenn ich Brisbane verlasse - aber ich finde die beste Beschaeftigung der Welt und paddle durch klares Wasser mit Nori-Blaettern. Die Hoffnung ist einfach so in Brisbane am Flughafen gesessen und hat mich zu Ed gefuehrt. Absurd..


Ganz selten habe ich Momente, in denen ich glaube, dass jemand es gut mit mir meint.

Und in diesen Momenten bin ich dankbar.







'-'




Ahnung..



..und Erkenntnis.

Freitag, Februar 13, 2009

ocean road

Schmuh - meintest du mit der Mail, dass mein Paeckchen angekommen ist? Mit den Buechern und dem ganzen Kram? - wenn ja, dann muesste auch ein Briefchen drin sein - wenn auch nur ein paar Zeilen und die sind schon zwei Monate alt, weil ich das Paket mit dem Schiff geschickt habe, um Geld zu sparen.. und Schiffe tuckern seehr langsam. Die Kamera darfst du gerne entwickeln lassen - das sind zwar toedlich langweilige Bilder, aber sie sind auch eher fuer deine Eltern bestimmt :)


..und da war doch noch was.

Es riecht nach Rauch - scharf, beissend.. willkommen im Melbourne-Buschfeuer-Suizid.

Weshalb genau bin ich gestern nach Melbourne geflogen? -Feuerteufel.

Ein nicht ganz so neuer Abschnitt meiner Australienreise hat begonnen, ich habe gestern Morgen mit Brisbane abgeschlossen (zumindest mein Koerper haengt dort nicht mehr fest) und habe mich in ein Flugzeug nach Melbourne gesetzt, weil Lynne am 24.02. nach Frankfurt fliegt und sie mich gefragt hat, ob ich sie nicht verabschieden will. Natuerlich will ich - das Absturzteam muss zwingend irgendwie zusammen bleiben :D
Es hat mich selbst in den letzten Tagen aus Brisbane gezogen - nicht, weil ich nicht klargekommen bin oder die Situation es erfordert haette, aber weil ich auf dem Hoehepunkt in Brisbane war und jeder Tag nur weiter nach unten haette ziehen koennen. Die Entscheidung zu gehen und vor allem meine Pokerrunde zu verlassen (wie ich George vermisse..), war schmerzhaft, aber dennoch bereue ich es nicht, momentan verloren in der neuen Stadt zu sitzen. (Es waere aber nett, wenn mir jemand sagen koennte wie ich wieder nach Hause komme - Lynne und ich haben uns gestern schon zwei einhalb Stunden verlaufen..).

Die Trennung von Ollie war leichter als ich es erwartet habe - ich dachte ein Moment der Schwaeche laesst mich zusammenbrechen und ich krieche verwundet ueber den Asphalt, aber es wurden keine Traenen vergossen und keine dramatische Szene hat uns unsere Fassung verlieren lassen. Vielleicht, weil Emma neben uns stand und es morgens neun Uhr war - und weil Ollie erwartet hat, dass ich austrockne, weil ich salzige Traenen verliere. Und ich verhalte mich generell nicht, wie man es von mir erwartet - also haben wir uns umarmt und mit den Worten
"This may be the last time you see me in your entire life, Anni."
"That sounds awful.."
verabschiedet.

Huebscher letzter Satz.

Selbstverstaendlich werden wir weiterhin Kontakt halten und selbst wenn er die gleiche Reiseroute nimmt wie ich, werden wir uns nicht mehr sehen, wenn ich es verhindern kann. Erinnerungen sollte man nicht durch erneute Versuche zerstoeren - ich mochte ihn, wie er war. Es kann sich nur ins negative veraendern - diese Einstellung umfasst ganz Brisbane, inklusive der Gestalten. Es war die beste Zeit, die ich in Australien hatte und kein lauwarmer Versuch darf versuchen es aufzukochen..

- Lynne und ich sind hier in Melbourne ebenso wie ueberall anders dennoch chaotisch. Wenn sie auch aus Brisbane ist und ich selbst Emma nochmals sehe, weil sie am 22.02. zu uns fliegt, zaehle ich Lynne nicht als einen Teil, den ich zuruecklassen muss, um neu zu beginnen. (wie lyrisch..)
Wir haben angefangen, wo wir in Nimbin aufgehoert haben - mit Verwirrung und enormer Desorientierung. Wir haben uns ewig in Melbourne gesucht - jeder hatte einen Stadtplan und wir spielten "such das Opfer" - sind aber nicht wirklich zu einem erfolgreichen Ende gekommen. Irgendwann ueber telefonischen Kontakt habe ich sie gezwungen stehenzubleiben und dann habe ich sie entdeckt, wie sie in Lederjacke und Schal im Park gesessen ist - das Herz wollte mir zerspringen und wir hatten beide ein uebertrieben breites Grinsen im Gesicht, als wir uns in die Arme geschlossen haben.

Lynne ist ein Unikat.

Und ihr Vater mag mich, weil ich weiblich bin und normal zu sein scheine.. - ahar.


Was genau wir hier die verbleibenden 11 Tage anstellen werden weiss ich noch nicht - wahrscheinlich jeden Tag so verbringen wie den heutigen. Bis halb drei mittags schlafen und dann von Conken telefonisch geweckt werden, weil sie auf einer Farm arbeitet und nicht wirklich glücklich ist. Momentan ist sie nur 3 Stunden von mir entfernt, aber sicher vor den Buschfeuern - als Randinformation fuer jene, die auch um Conken fiebern :) Wir haben festgestellt, dass wir uns wohl nicht mehr sehen werden, wenn sie nicht ihren Job hinwirft um nach Melbourne zu fahren, weil sie es satt hat Katzen zu fuettern. Dabei vermisse ich es nahezu schon Menschen als Bagel zu beschimpfen, wie in unseren Anfängen.

Ich sollte seit einer halben Stunde im Einkaufszentrum sein, um mir einen Schal zu kaufen, weil Melbourne ist im Vergleich extrem eisig und ich sterbe den Kaeltetod.. - es hat tagsueber nur 25 Grad und nachts minimal 20, aber das ist fuer meine zweimonatige Klimagewohnheit von 35 Grad und naechtlichen 30 ein Schock, so dass mein Koerper lustigerweise dicht gemacht hat und ich jetzt mit Hals- und Kopfweh durch Melbourne schlurfe.

Aber es geht mir gut.

Montag, Februar 09, 2009

Nimbin mit Lynne..



Gespraeche an der Bushaltestelle..
"Anni.. did you at least sleep last night?"
"..mhpllmh? ..naa - couldn't sleep - still awake.. been awake for 29 hours.. feel destroyed"
"Yeah.. you look like that"
"What about you? Did you sleep?"
"Not at all.. but i've got sunglasses :D"









Meine Unterlagen in Lynnes Flossen (Batscherle) zeigen dezent an, dass Nimbin (obere Karte) im Gegensatz zu Byron Bay (untere Karte) eeetwas ausserhalb der Zivilisation liegt..





Welcome back to Nimbin..
Er ist wahrhaftig noch da - Adriaan, mein geliebter Hollaender, der mich mit einem Strahlen und "Haven't I seen you before?" begruesst hat - ebenso wie Chris, der Manager. Ach.. es ist wie nach langer Zeit zurueck in ein Zuhause kehren, in dem gute Freunde warten und einen mit offenen Armen empfangen.
Es ist fast alles wie damals gewesen - Adriaan, Chris, Laurie, Micky - selbst die Hunde Charlie und Rosie waren noch da.. wenn sie auch geschaert wurden.


"Let's take a normal pic.."


Der beste Baum der Welt.





Verloren in Nimbins Vergangenheit..




Das Oeffnen des Bin222.. - eine Beschaeftigung fuer den Abend.

Auch fuer Luelue..





Wuhuuu.. ich sollte Photographie studieren - oder sie sollte Model werden, je nachdem.
Aaawesome picture..
Erdbeerwerbung?


"helloo?"


Nach zwei Tagen mit je 4 Stunden Schlaf mussten Lynne und ich noch unbedingt nach Chinatown, weil es ihr letzter Tag in Brisbane war und man immerhin eines Tages erzaehlen will, dass man ausser warten, schlafen und essen noch etwas spannendes getan hat. Auch wenn es verschwommen ist - die anderen Bilder sind qualitativ und inhaltlich noch schlimmer.
Lynne hatte uebrigens Augen in ihrem Getraenk '-'

Somewhere To Stay Hostel (neben der Nimbin YHA das beste Hostel, das ich in den 5 Monaten gefunden habe).

Hach.. was tut man nicht alles fuer einen kleinen Kerl, der seinen 19. Geburtstag feiert, sich aber generell auffuehrt, als haette er im geistigen Alter von 3 das Handtuch geworfen?
- Ollies Geburtstag.
Lynne und ich mussten ihm unbedingt reindruecken, dass er ein Kind ist - ergo haben wir ihm eine Kindergeburtstagsparty geschmissen - mit Clownstischdecke, Troeten, lustigen Partyhuetchen, Luftballons und einem Schokoladenkuchen mit 19 Kerzen :D
Wir sind schon gute Freunde - ehem..

Lynne praensentiert die ultimative Geburtstagskarte - wir haetten Ollie an diesem Tag nicht gluecklicher machen koennen. Er war komplett hin und weg, hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd und ist tatsaechlich mit Partyhuetchen und Troete durchs Hostel gerast und hat alle gefragt, ob sie ein Stueck Kuchen wollen.
*hust- manchmal muss man einfach nett zu Kindern sein, um dieses Leuchten in ihren Aeuglein zu sehen..





Monsieurs Rache war dann letztendlich doch noch grausam und er hat uns wie Bluemchen gepflueckt und in den Pool geworfen - es ist unvorstellbar, wie absurd leicht es fuer ihn ist zwei Menschen auf einmal mit seinen Pranken zu greifen und sich ueber die Schulter zu werfen.



Unbeabsichtigtes Synchronspringen - damn.. wir haben uns weggeschmissen, weil wir tatsaechlich in nahezu der gleichen Pose abgesprungen sind. Himmel.. Lynne ist schon ein sonderbares Stueck Mensch.


Naechtlicher Gang von Ollies Bar nach Hause - wohl nicht nur auf dem Bild verschwommen?
Nuit schrieb, dass man mich fuer ein Jahr in einen Keller sperren wird, damit ich wieder blass werde -- gemessen an meiner Unfaehigkeit braun zu werden koennen wir das sicher auf ein halbes Jahr reduzieren. - jaah?

Ollies Geburtstags- und Lynnes Abschiedsparty.
Was werde ich die Menschen vermissen..
Und das Kerlchen mit weissem Tshirt und blauen Shorts ist Antoinne, mein persoenlicher Franzose.
David und Sebo
Was waere mein Zimmer ohne die beiden..
- Als einziges Weibchen mit 5 halbnackten Herren in einem Raum schlafen und unseren Teppich mustern, der stets mit der neusten Ausgabe der Zoo oder FHM ausgelegt ist, ist eine.. interessante Erfahrung. Messy, naughty and male.

Ollie nochmals beim Menschen pfluecken..

--- hmm.. es gibt ueber 100 Bilder von diesem Abend, aber vielleicht ist es besser, ich lade sie nicht hoch - wenn ich wieder in Deutschland bin, gibt es fuer die Eingeweihten den Rest..